Erste Zähne, Koliken und andere Wehwehchen

Erste Zähne, Koliken und andere Wehwehchen

Diese Dinge kannst Du gegen die Wehwehchen Deines Babys tun

Für Eltern ist es ganz besonders aufregend, wenn ihr Kind endlich geboren ist und sie es zuhause haben. Und es ist für Dich sicher beruhigend zu wissen, dass Eltern mit einem ganz gesunden Instinkt geboren sind, der ihnen genau sagt, was ihr Kind jetzt braucht. Außer natürlich zu regelmäßigen Zeiten ihre Nahrung, brauchen Babys viel körperlichen Kontakt, Wärme und ganz besonders die Liebe und Zuwendung ihrer Eltern. Mit diesen natürlichen Elterngaben ausgestattet, werden alle Eltern die oft nervenaufreibenden Wehwehchen ihres kleinen Lieblings schnell unter Kontrolle haben. Die Besorgnis vieler Eltern ist also im Grunde völlig unnötig. Sag Dir also immer wieder: Ich schaffe das!

An erster Stelle braucht ein Neugeborenes ganz viel Nähe, körperliche Nähe. Es war bisher immer in Mamas Bauch gut und warm versorgt und ganz nah bei ihr. Daher mag das Neugeborene so oft wie möglich auf dem Arm sein und die Nähe der Menschen spüren, die es schon kennt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist ein fest eingehaltener Lebensrhythmus für das Neugeborene. Im Bauch war es in ihrer körpereigenen Rundumversorgung und jetzt wird es von Außen versorgt. Daran muss sein Körper sich erst gewöhnen. Viele Kinder wachen in der Nacht auf und müssen dann entweder gestillt oder mit dem Fläschen gefüttert werden. Die Nahrung hat auch Einfluss auf die Regulation der Körpertemperatur. Auch das muss ab jetzt der kleine Körper selbst regeln und dazu braucht er Deine Hilfe durch konsequent eingehaltene Still- bzw. Fütterzeiten. Babys kühlen sehr schnell aus und ob Dein Baby friert oder ob es ihm vielleicht zu warm ist, kannst Du im Nacken Deines Babys fühlen.

Die Umstellung nach der Geburt auf „Selbstständigkeit“ macht manchen Babys soviel Stress, dass sie häufig weinen. Es ist daher sehr sinnvoll, wenn Du Dein Baby regelmäßig alle 1 ½ bis 2 Stunden zur Ruhe in sein Bettchen legst. Dabei kannst Du ihm ein besonderes Gefühl von Geborgenheit geben, wenn Du die Decke eng um den kleinen Körper legst. Es gibt ihm das Gefühl, das es aus der Gebärmutter noch so gut kennt. Was aber, wenn Dein Baby doch einmal kleine Wehwehchen hat?

Erste Zähne, Koliken und andere Wehwehchen

Das kannst Du tun bei Zahnungsschmerzen

Ab einem Alter von 5 Monaten beginnen Deinem Baby die Zähne zu wachsen. Das ist meist ein recht schmerzhafter Prozess. Es ist oft angespannt, unruhig und sehr bedürftig nach Nähe und Zärtlichkeit. Brechen die Zähne durch, spürt Dein Kind im angenehmsten Fall ein Kitzel, aber oft auch brennenden, stechenden Schmerz. Vielfach ist das Zahnfleisch über dem durchbrechenden Zahn geschwollen und verursacht stärkeren Speichelfluss und es kann zu Fieber und sogar Durchfall kommen. Ein kalter Löffel, nicht gerade aus dem Eisfach bitte, oder ein Beißring werden gerne vom Baby angenommen und es kaut darauf herum. Ebenfalls sehr hilfreich sind Möhren- und Apfelstücke und trockene Brotkanten. Arbeitest Du gerne mit Homöopathie, kann z. B. Chamomilla D 30 gute Dienste leisten. Es gibt aber auch in der Apotheke speziell für das Zahnen entwickelte Gels.

Das kannst Du tun bei Bauchweh

In den ersten drei Monaten haben viele Babys besonders zum Abend hin Koliken. Hat es Bauchschmerzen, zieht es seine Beine an den Bauch und weint. Hier hilft eine angemessen warme Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernsäcken auf Babys Bauch. Dein Kind wird zu viel Luft geschluckt haben und hat Blähungen. Da hilft Anis-Fencheltee sehr gut. Hilfreich ist auch eine Bauchmassage mit warmem Öl. Wenn Du stillst, solltest Du darauf achten, keine blähenden Speisen zu essen und Du solltest häufiger Kümmel-, Anis und Fenchel als Gewürz oder Tee zu Dir nehmen. Dann wird Dein Baby schon bald weniger Probleme mit Blähungen haben.

Das kannst Du tun bei Schlafschwierigkeiten

Dein Baby kennt den Unterschied zwischen Tag und Nacht nicht, deshalb will es abends nicht einschlafen und weint. So einfach ist das oft. Weint Dein Baby, hat es grundsätzlich immer ein Bedürfnis, das es gern erfüllt haben möchte. Hunger kann es nicht haben? Blähungen hat es keine? Das Kollern der Luft im Bauch kannst Du oft auch fühlen, wenn Du Deine Hand auf seinen Bauch legst. Hat es nicht? Dann braucht es einfach Deine Nähe und Zärtlichkeit und das Gefühl geborgen zu sein. Du gibst ihm dieses Gefühl, wenn Du es sanft auf Deinen Armen wiegst und nah an Deinem Körper hältst.

Das kannst Du tun bei Durchfall

Hat Dein Kind Durchfall, wird es ernster. Babys trocknen sehr schnell aus und der Elektrolythaushalt ist sehr schnell gestört. Länger als 6 Stunden solltest Du bei Durchfall nicht warten, bis Du mit ihm zum Kinderarzt gehst. Hat Dein Baby auch noch zusätzlich Erbrechen, bitte sofort zum Arzt!!! Und nicht erst bis zu 6 Stunden warten, ob es aufhört!

Das kannst Du tun bei Erbrechen

Durch Erbrechen verliert Dein Baby viel Flüssigkeit, daher musst Du ihm immer wieder etwas zu trinken geben. Wenn es zwei Mahlzeiten hintereinander erbricht, musst Du sofort mit ihm zum Arzt gehen. Die Kombination von Erbrechen, Fieber und Bauchschmerzen erfordert ohne viel zu überlegen sofort einen Arztbesuch!

Das kannst Du tun bei Fieber

Ganz besonders schnell fiebern Säuglinge, wenn sie erkältet sind. Grundsätzlich ist das kein Grund zur besonderen Sorge, muss aber beobachtet werden. Zwei Tage lang eine Temperatur von mehr als 38,5 Grad C erfordert auf jeden Fall einen Arztbesuch, wenn Dein Baby jünger als 6 Monate alt ist. Das Fieber ruft Schwitzen hervor und dadurch verliert das Kind viel Flüssigkeit. Wird der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen, kann es zu ernsteren Problemen kommen. Daher in diesem Fall schnell den Arzt aufsuchen. Er wird mit geeigneten Medikamenten den Flüssigkeitsverlust auszugleichen wissen und mit Elektrolytgaben den sensiblen Mineralhaushalt aufrecht erhalten. Bei Fieber ab 39 Grad C sind Wadenwickel und Parazethamol-Zäpfchen angezeigt. Wadenwickeln machst Du aber bitte nur, wenn die Beinchen sich heiß anfühlen. Sonst wäre die Wickel eine zu starke Belastung für den Kreislauf.

Das kannst Du tun bei Neugeborenenakne

Zuallererst: Neugeborenenakne ist völlig harmlos! Die Ursachen dafür sind noch unbekannt. Es wird vermutet, sie wird durch die mütterlichen Hormone in der Placenta ausgelöst. Neugeborenenakne kann direkt nach der Geburt auftauchen und verschwindet nach einigen Wochen von ganz allein. Du kannst sie mit Muttermilch betupfen, das kann helfen, dass die Akne schneller abheilt. Aber bitte auf keinen Fall daran herumdrücken!

Das kannst Du tun bei Ohrenschmerzen

Häufig entwickelt sich aus einem Nasen-Rachen-Infekt bei Säuglingen eine Mittelohrentzündung. Sie ist sehr schmerzhaft und bedarf der kinderärztlichen Behandlung. Dein Kind ist dann unruhig, weint viel, mag nicht trinken und greift sich häufig ans Ohr. Manchmal treten auch Fieber und Durchfall begleitend auf. Nasentropfen können wegen ihrer abschwellenden Wirkung hilfreich sein. Auch eine Wärmflasche, auf die Du Dein Baby mit dem schmerzenden Ohr legst. Denn Wärme hilft hier auf jeden Fall. Auch mittels einer Rotlichtlampe. Du kannst auch etwas gehackte Zwiebel in ein Beutelchen geben und dann auf das kranke Ohr legen. Der Arzt wird in jedem Fall Antibiotika verordnen. Aber auch schmerzstillenden Saft oder Zäpfchen und Nasentropfen.

Das kannst Du tun bei Schluckauf

Bei Schluckauf brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen! Das ist absolut harmlos. Es kommt vor, dass das Baby einen kalten Bauch bekommen hat beim Wickeln und wenn Du es dann aufnimmst, hat es Schluckauf. Warmer Tee hilft dann ebenso gut wie ein Kirschkernsäckchen. Aber Du kannst auch ganz liebevoll und sanft auf seinen Rücken klopfen. Dann ist der Schluckauf bald wieder weg.

Das kannst Du tun bei Schnupfen

Wie auch bei uns Erwachsenen handelt es sich beim Säugling bei einem Schnupfen ebenfalls um eine Virusinfektion. Da hilft wie bei uns auch nur hindurch zu gehen. Dein Baby leidet aber dennoch besonders darunter, denn es kann noch nicht wie wir durch den Mund atmen. Babys atmen durch die Nase. Um die Nase frei zu bekommen, kannst Du mit einer Nasenpumpe den Schleim absaugen. Du kannst auch bedenkenlos und über mehrere Tage kochsalzhaltige Tropfen verabreichen. Aber Baby-Nasentropfen bitte nur, wenn die Nase sehr verstopft ist und dann auch nur, wenn es unbedingt erforderlich ist. Sie können die empfindliche Nasenschleimhaut austrocknen.

Das kannst Du tun bei Spucken

Es ist eine harmlose Angelegenheit, um die Du Dir keine Sorgen machen musst. Nimmt Dein Baby zu, obwohl es immer mal wieder spuckt, ist das kein Problem. Omas Spruch dazu: Spei-Kinder sind Gedeih-Kinder. Es sind nur kleine Mengen seiner letzten Speise, die es aufstößt und ausspuckt. Das macht nichts. Es hört auf, wenn es allein sitzen kann beim Essen oder wenn Du damit beginnen kannst, ihm neben der Muttermilch auch Beikost anzubieten.

Das kannst Du tun bei Verstopfung

Wenn Du stillst, kommt das eher selten vor. Aber auch dann brauchst Du Dir nicht so viel Sorgen zu machen. Der Stuhlgang von gestillten Babys ist eher breiartig. Manche Babys entleeren nur einmal die Woche. Allerdings wenn es in harten Bröckchen entleert und auch noch nach mehr als einer Woche, dann solltest Du in Aktion treten. Es kann sein, dass es einen Flüssigkeitsmangel hat. Und das führt zu hartem Stuhl, der nur schmerzhaft entleert werden kann. Die zu erwartenden Schmerzen veranlassen dann das Baby, den Stuhl lieber einzuhalten. Du solltest in diesem Fall den Kinderarzt befragen.

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