Erfolgloses Stillen – was kann ich tun?

Erfolgloses Stillen - was kann ich tun?

Das Stillen ist für das Baby das Beste, was möglich ist. Muttermilch ist nicht nur gesund, sondern natürlich. Du brauchst weder Babymilchpulver noch ein Fläschchen. Du musst auch nicht ständig darauf achten, ob das Wasser die ideale Temperatur hat und wenn alles gut verläuft, brauchst du auch keinen Flaschenwärmer. Muttermilch ist nämlich immer trinkbereit, sobald Dein Baby Hunger hat.

Wie kann ich richtig stillen?

Diese Frage beschäftigt viele werdende Mütter noch in der Schwangerschaft. Dabei solltest Du wissen, dass es viele Liege- und Sitzpositionen gibt, diese können Dir die Schwestern im Krankenhaus zeigen. Du musst auch wissen, dass das Baby nicht nur die Brustwarzenspitze in den Mund nehmen muss, sondern den ganzen Brustwarzenvorhof. Auch hier musst Du Dir keine Sorgen machen, Du bekommst im Krankenhaus gezeigt, wie es funktioniert. Oder Du merkst Dir schon jetzt, dass Du mit Daumen und Zeigefinger die Brustwarze umfasst und ein wenig flach drücken kannst, damit Dein Kind sie besser in den Mund bekommt. Das Baby sollte immer so liegen, dass es ohne Probleme an den Busen gelangt. Ein Stillkissen hilft dir, eine gemütliche Position einnehmen zu können. Es gibt auch Stillhilfen, die Du in der Regel aber nicht brauchen wirst, wenn Dein Baby vernünftig an Deiner Brust saugt. Übrigens, unser CosyMe© Babyschlafsack eignet sich auch hervorragend als Stillhilfe, falls es doch nicht klappen sollte.

Wie oft muss ich mein Baby anlegen?

Dies ist eine Frage des Hungers. Du wirst selbst merken, wie oft Dein Baby Hunger verspürt. In der Regel sind es alle 3-4 Stunden. Aber jedes Baby ist anders und von daher kann man dies so pauschal nicht beantworten. Nur, wenn Dein Baby anscheinend jede Stunde oder alle 2 Stunden Hunger zu haben scheint, kann es sein, dass Du zu wenig Milch hast. In diesem Fall, sprich bitte mit Deinen Frauenarzt und Kinderarzt.

Wie lange soll ich stillen?

Es gibt keine wirklich festgesetzten Zeiten. Viele Mütter stillen bis zum 6. Monat, weil dann das Baby auch Beikost bekommt oder besser, sich an diese gewöhnt hat, weil Du diese ab dem 4. Monat langsam zufüttern kannst, wenn der Kinderarzt damit einverstanden ist. Es gibt auch Ärzte, die eine Stillzeit von 24 Monaten empfehlen. Daher musst Du am besten selbst schauen, wie lange du Dich damit wohlfühlst. Oder aber auch, wie es dem Baby gefällt. Manches Baby oder Kleinkind möchte die Brust gar nicht mehr, wenn Beikost gefüttert wird. In dem Fall würdest Du die Antwort der Stillzeit von Deinem Baby bekommen.

10 Stillprobleme – und was man dagegen tun kann

Erfolgloses Stillen - was kann ich tun?

Foto: Eine Mutter stillt ihr Kind erfolgreich

Wir möchten Dir gerne aufführen, zu welchen Problemen es beim Stillen kommen kann. Natürlich mit konkreten Lösungsvorschlägen.

Warum weint mein Baby beim Trinken?

Es kann sein, dass das Baby verschnupft ist und das Trinken somit erschwert ist. Es konnte aber auch daran liegen, dass dem Baby gerade die Brust nicht passt, die du reichen möchtest. Manche Babys entwickeln eine Vorliebe für eine Brust der Mutter. Aber es kann auch sein, dass Deine Milch anders schmeckt als sonst. Vielleicht ist sie etwas schärfer, weil Du etwas Scharfes gegessen hast? Anderseits kann es aber auch sein, dass Du nicht genügend Milch hast und das Baby nicht satt wird.

Was tun bei zu wenig Milch?

Du kannst das Baby häufiger anlegen, um die Milchproduktion zu fördern. Ebenso hilfreich ist ein Stilltee, den Du regelmäßig trinken solltest. Du solltest auch ruhig etwas mehr trinken. Wenn dies alles nicht hilft, sprich mit Deinen Frauenarzt.

Wunde Brustwarzen

Wenn das Baby zu oft und zu stark saugt, können die Brustwarzen natürlich wund werden. Du solltest nach dem Stillen immer noch etwas Muttermilch auf die Brustwarzen geben und diese antrocknen lassen. Dies führt zu einer schnelleren Heilung. Aber Du musst grundsätzlich darauf achten, dass Du eine andere Stillhaltung einnimmst, weil dann das Baby wohl nicht mehr so stark saugen muss.

Milchstau und nun?

Wenn die Brust spannt und an bestimmten Stellen hart ist, was schmerzt, ist ein Milchstau entstanden. Dies passiert vor allem dann, wenn sich im Stillrhythmus etwas verändert hat. Du musst in dem Fall dafür sorgen, dass der Entzündungsherd verschwindet. Die Milch muss unbedingt abfließen. Das Baby sollte vermehrt an der betroffenen Brust nuckeln. Wenn Du dies nicht aushältst, weil die Schmerzen zu groß sind, musst du die Milch ausstreichen oder abpumpen.

Wenn das Baby spuckt

Babys spucken viel, daher solltest Du immer ein Spucktuch in Deiner Nähe liegen. Dies liegt meist daran, dass die lieben Kleinen mehr trinken, als tatsächlich sein müsste. Nur wenn das Baby nicht zunimmt oder nicht wächst, solltest Du auf jeden Fall zu einem Kinderarzt gehen. Ansonsten musst Du Dich nicht sorgen, denn die meisten Babys spucken.

Das Baby will unregelmäßig trinken

Man sagt zwar, dass Babys zwischen 8 und 12 Mal an die Brust wollen, dies innerhalb von 24 Stunden. Aber auch wenn dies bei Deinem Kind anders ist, ist dies nicht gleich ein Grund zur Sorge. Manche Babys sind genügsamer. Du musst nur darauf achten, wann es Hunger haben wird. Wenn es dann nur 6 Mal in 24 Stunden gestillt werden möchte, ist auch dies kein großes Problem.

Das Baby verweigert die Brust

In diesem Fall musst Du nicht in Panik geraten. Auch dies ist bei manchen Babys absolut normal. Du solltest darauf achten, keine Kosmetik mehr zu verwenden, denn dies kann oft der Grund für die Ablehnung sein. Ansonsten musst Du dem Baby immer wieder die Brust anbieten. Wer stillen möchte, darf in diesem Fall nicht die Flasche oder den Schnuller anbieten, denn dann geht das Baby gar nicht mehr an die Brust. Damit der Nachwuchs trotzdem seinen Hunger stillen kann, gib ihm die Milch über einen Becher oder über ein Löffel. Aber immer wieder an die Brust, damit der Saugtrieb irgendwann doch normal aktiv ist und das Baby Deine Brust nimmt.

Der Säugling hat Blähungen und Bauchweh

Dies kommt bei Babys leider oft vor. In dem Fall hilft es, den Bauch sanft zu streicheln. Du kannst aber auch auf Kuhmilchprodukte verzichten, denn es könnte sein, dass Dein Kind darauf überempfindlich reagiert. Wenn es nach zwei Wochen gar keine Bauchschmerzen mehr hat und weniger Blähungen, muss die Kuhmilch auf Dauer vermieden werden.

Die Medikamenteneinnahme und das Stillen

Wenn Du Medikamente nehmen musst, weil Du krank bist, musst Du dies immer mit den Ärzten absprechen. Es gibt sehr oft für die Stillzeit spezielle Medikamente, die dem Baby nicht schaden. Bei einer OP solltest Du auch die Ärzte informieren, um zu wissen, ob Du danach wieder stillen kannst.

Das Baby will lieber an die Flasche

In dem Fall kannst Du die Muttermilch abpumpen und der Wurm trinkt sie aus der Flasche. Somit bleibt die Muttermilch trotzdem wertvoll für das Baby. Ansonsten kannst Du dem Baby auch antrainieren, dass es bei Mama nur die Brust gibt und bei anderen Personen auch die Flasche. Die meisten Babys lassen sich darauf ein. Zwar macht es mehr Mühe an der Brust zu trinken, aber wenn es nichts anderes gibt und die Mama geduldig bleibt, wird das Baby sich meist überzeugen lassen!

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